Aufruf zum Denkmalschutz in Lüchow-Dannenberg

Aufruf an den Landrat und die Kreistagsabgeordneten von Lüchow-Dannenberg

Licht ins Dunkle bringen!

Wir sind stolz darauf in unseren Rundlingen noch viel historische Bausubstanz zu bewohnen! Es befinden sich auch 60% aller Baudenkmäler des Regierungsbezirkes Lüneburg in Lüchow-Dannenberg. Doch der Erhalt dieser oft großen Gebäude, die nur noch selten ihrer ursprünglichen landwirtschaftlichen Nutzung dienen, wird immer schwieriger und teurer.

Neues Leben in alten Dörfern
Heißt daher das Motto, unter dem dafür geworben wird, diese alte und wunderschöne Bausubstanz zu erhalten und mit neuem Leben zu füllen. Aber egal, ob es um Wohnungen, Fremdenverkehr, Büros, Ateliers oder Werkstätten geht, die in den großen Fachwerkhäusern eine Bleibe finden könnten, sie alle benötigen Tageslicht. Denn nach Baurecht ist ein Minimum an Tageslicht sogar vorgeschrieben für die verschiedenen Nutzungszwecke.
Nun untersagt der Denkmalschutz in den geschützten Gebäuden im Wirtschaftsteil eine angemessene Belichtung. In den Dachflächen sind weder Fenster noch Gauben zulässig und im Fachwerk nur kleine Schießscharten, wie vor 100 Jahren.
Was bedeutet dieser Konflikt zwischen Baurecht und Denkmalschutz für ihre Bewohner und für den langfristigen Erhalt der Bausubstanz? Da nicht alle Baudenkmalbesitzer auch Millionäre sind, kann sich eine Kleinfamilie, die im bewohnbaren Teil wohnt, den Erhalt eines so großen Gebäudes auf Dauer wirtschaftlich nicht leisten und es verfällt.
Wer den Wirtschaftsteil des Gebäude, immerhin mehr als dreiviertel des Gebäudes, von der ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzung mit Heu, Stroh und Vieh, umnutzen möchte, der wird zwar herzlich willkommen geheißen, spätestens bei der Baugenehmigung ist dann aber Schluss. So machen heute schon Käufer und Investoren einen großen Bogen um Baudenkmäler. Ist es doch viel billiger und einfacher auf der Grünen Wiese neu zu bauen.
Doch was wird dann aus unseren schönen alten Dörfern, sie verweisen und verfallen, das Gegenteil, was eigentlich mit dem Schutz bezweckt werden soll.

Kraftakt für den Erhalt der Rundlinge
Um aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen, brauchen wir einen politischen Kraftakt, zu dem ich den Landrat und alle Kreistagsabgeordneten aufrufe!
Die Kreispolitik muss klare Orientierungsrichtlinien für den Denkmalschutz beschließen, denn die Denkmalschutzbehörde kann nicht aus eigenem Ermessen ihre Richtschnur ändern.
In Zukunft sollte auch für den Denkmalschutz die Priorität gelten, in jedes Gebäude ausreichend Tageslicht zu lassen und nur darüber zu bestimmen, wie dies denn am verträglichsten geschehen kann. Z.B. ob mit Gauben, Oberlichtern oder Dachfenstern.
Als Hilfsmittel mag dabei der Ermessensspielraum dienen, der die Auflagen des Denkmalschutzes nur so weit zulässt, wie dies wirtschaftlich zumutbar ist.

Den Wendlandhof in Lübeln rückbauen!
Sollten sich Politik und Verwaltung des Landkreises nicht in der Lage sehen, dem Licht in Baudenkmälern zum Durchbruch zu verhelfen, so werde ich den Landkreis schon jetzt auffordern, den Wendlandhof mit der Tourismusinformation in Lübeln, denkmalgerecht zurück zu bauen! Dieses im Eigentum des Landkreises befindliche Gebäude, dass für alle Touristen, die in die Region kommen, der Inbegriff eines schönen Rundlingshofes ist, sollte nach den heute geltenden Denkmalschutzvorstellungen wieder zurück gebaut werden und somit allen Besuchern deutlich machen, welche Schildbürger hier in dieser Region leben. Wo noch immer, wie vor 100 Jahren, das Licht mit Eimern in die Häuser getragen wird.

Zum Hintergrund:
Der Autor dieses Aufrufes würde gerne sein Büro und seine Wohnräume in einem Rundlingsbaudenkmal einrichten und zwar im Wirtschaftsteil. Doch wo kein Licht, da auch kein Leben. In Gesprächen mit Rundlingsbewohnern wurde deutlich, dass dies kein Einzelfall, sondern ein generelles Problem vieler Bewohner von Rundlingsbaudenkmälern darstellt.
Alle Fenster im Giebel und in der Tourismusinformation des Wendlandhofes sind wohl auch einmal vom Denkmalschutz genehmigt worden, will man diesem Beispiel heute für Wohnzwecke in einem Rundlingsbaudenkmal nacheifern, scheint selbst ein Verweis auf vorhandene genehmigte lichtdurchflutete Lösungen kein Licht ins Dunkel zu bringen.

Wendlandhof in Lübeln  mit Fenstern im Giebel

Wendlandhof in Lübeln mit Fenstern im Giebel

 

Wendlandhof Lübeln Fenster

Wendlandhof Lübeln Fenster

Erlebnisbergwerk Merkers – gut zu wissen!

Das ehemalige Kalisalzbergwerk Merkers bei Bad Hersfeld ist dem Erkundungsbergwerk von Gorleben viel ähnlicher als Krakau! Die Schachtfördertechnik ist vergleichbar und führt in eine Tiefe von 500 bis 800m. Von dort geht es Pickup Trucks über endlose Serpentinen und Tunnelsysteme weiter. In der Umgebung wird weiterhin intensiver Salzbergbau betrieben, die großen Salzhalden prägen das Landschaftsbild. Der Betreiber K&S (Kali & Salz) betreibt das Erlebnisbergwerk auch um Öffenlichkeitsarbeit in eigener Sache zu machen.
So sind die meisten der etwa 80.000 Besucher pro Jahr Schulklassen, denen mit etwas Spaß und Action auch die Kalibergbaugeschichte erläutert wird.

Was wird geboten unter Tage?
Spektakulär ist der große Konzertsaal, in dem jährlich etwa 10 Musikveranstaltungen mit 1400 Besuchern stattfinden. Interessant ist dabei, dass diese Besucher innerhalb von 75 Minuten über eine vergleichbare Fahranlage rein oder raus transportiert werden können, ohne die üblichen Sicherheitsauflagen, wie Stiefel und Selbstretterset. Lediglich der Helm ist Vorschrift, der kann aber bei der Garderobe vor dem 250m langen und 22m breiten Konzertsaal wieder abgegeben werden.
Bei der normalen Erlebnisrundfahrt wird im Saal eine Licht-Show veranstaltet. Direkt daneben kommt man an einem großen Kletterpark vorbei, der für Gruppen oder zu besonderen Zeiten buchbar ist. Nächste Akttraktion ist die Schatzkammer. Dort wurden zum Ende des zweiten Weltkrieges das Geld der Reichsbank, 320 Tonnen Gold und riesige Kunstschätze versteckt und wenig später von den Alliierten entdeckt und beschlagnahmt. Die Kammer ist anschaulich wieder hergestellt und mit Filmmaterial erfahrbar.
In einer wunderschönen Salzgrotte, die vor 30 Mio. Jahren entstanden ist, sind riesige klare Salzkristalle zu bewundern, deren Schönheit durch farbige Beleuchtung noch hervorgehoben wird.
Zum Schluss geht es in den Museumsbereich, wo von alten Werkzeugen bis zu neuen Riesenradladern alles zu bestaunen ist und auch von den Kinder beklettert werden darf.

Ein wichtiger Unterschied zum Gorlebener Salzstock ist, dass es sich bei Merkers nicht um einen Salzstock, sondern um eine flach gebettete Salzlagerstätte handelt. Auf 4.600 km Strecke wurden hier 400 Mio. Tonnen Salz gefördert. Noch heute werden in der Umgebung 80.000 t Salz täglich gefördert. Alles mit Sprengungen und Großmaschinen, also ohne die Solefördertechnik, bei der das Salz erst aufgelöst und später wieder gesiedet, also getrocknet wird.
Von Gesundheitswirkungen, Heilstollen und Wellness ist in Merkers nichts zu sehen oder zu hören. Der Ursprung liegt eben mehr im Kali-Industriebetrieb.
Gut zu wissen ist auch, das die Temperaturen im Bereich von 20 bis 28 Grad sehr angenehm sind, was in etwa auf Gorleben übertragbar ist.

Anbei einige Fotos, die ich bei meinem Besuch am 5.11.2013 gemacht habe.

Sommerakademie im Wendland

Sommerakademie im Wendland

Sommerakademie im Wendland

Sommerakademie Wendland
vielerlei Gewerke und Künste
zum Hineinschnuppern und Mitmachen
von einstündig bis mehrtägig

Die Sommerakademie bietet vom 1.-31. August jedes Jahr
Workshops, Seminare, Atelierbesuche und andere kreative Veranstaltungen
im gesamten Wendland für Besucher und Einheimische jeden Alters.

Am 20. August 2014 um 16 Uhr gibt es wieder eine Besteigung der Windanlagen
mit Einführung in 100% Erneuerbare Energien im Wendland.

Infos bei
Sommerakademie Wendland
Christina Schuster
Tel. 058 61 – 67 58
www.sommerakademie-wendland.de
august@sommerakademie-wendland.de

Salzbergwerk in Krakau Vorbild für Gorleben?

Salzbergwerk in Krakau Vorbild für Gorleben?
Gruppe aus dem Wendland besucht Weltkulturerbe
Keine Frage, Krakau ist eine Reise wert, die Burg, die Altstadt, 140 Kirchen und viele Museen laden zum Besuch der vom Krieg fast ganz verschonten Hansestadt an der Weichsel ein. Doch wer hat schon einmal von dem ältesten und weltberühmten Salzbergwerk Wieliczka bei Krakau gehört? Eine Gruppe von sechzehn Wendländern und Wendländerinnen hatte sich vorgenommen, diese Touristenattraktion näher zu erkunden, um zu überlegen, ob von diesem Besucherbergwerk auch Ideen für die Nachnutzung des Gorlebener Erkundungsbergwerkes übertragbar sind.
Die Zahlen und Fakten des Bergwerkes in Polen sind beeindruckend. Bereits vor 5000 Jahren wurde an der Erdoberfläche Salz gesiedet, ab dem 13. Jahrhundert begann der Salzbergbau, der über 900 Jahre zum Reichtum Polens beitrug und sich wegen der Sagen und Mythen um das Bergwerk zu einem Nationalheiligtum entwickelte.
Seit 1978 gehört das Bergwerk als einer der ersten drei Orte Polens zum Weltkulturerbe. Auch der Tourismus in Wieliczka begann schon früh, allerdings war er damals nur Prominenten und Wissenschaftlern vorbehalten. Für den Besuch von Königen und Kaisern wurden eigens prächtige Salzsäle mit Salzskulpturen angefertigt. Wegen der starken Gläubigkeit unter den Bergleuten entstanden im Laufe der Zeit über 40 Kapellen in dem 300 km langen Tunnelsystem mit 2000 Abbauräumen.
Der berühmteste Sohn der Stadt Krakau, Nicolai Kopernikus war bereits im 15. Jahrhundert zu Gast, während es Wolfgang Goethe 1790 in die Grube lockte. Beide sind heute als überlebensgroße Salzskulpturen verewigt. Auffallend ist die dunkle Farbe des Salzes in Wieliczka. Das mit 13 Millionen Jahren sehr junge Steinsalz hat nirgendwo die sonst bekannte rosa Einfärbung. Es ist grau, grün bis schwarz, bis auf kleine Vorkommen durchsichtiger Salzkristalle in einigen Salzgrotten.
Die normale Touristenroute durch den gut erschlossenen Bereich dauert 2,5 Stunden. Die Führung wird in vielen Sprachen angeboten. Im vergangenen Jahr kamen über 1,1 Millionen Besucher. Dafür sind 500 Reiseführer im Einsatz und 500 Bergleute sind noch heute mit bergmännischen Tätigkeiten beschäftigt, obwohl der kommerzielle Salzbergbau vor einigen Jahren eingestellt wurde.
Ein Highlight war für die Wendländer das Mittagessen, dass im Restaurant in einem Festsaal 130m unter Tage stattfand. Die Gruppe hatte Glück, es fand gerade keine Hochzeit statt, denn der bis zu 160 Personen fassende Festsaal wird gerne für Feierlichkeiten aller Art gemietet. Besonders fasziniert dort der edle Salz-Fußboden, der eher an Granit oder Marmor erinnert und die Kristallkronenleuchter, die statt Kristallglas mit durchsichtigen Salzkristallen verziert sind.
Nach der Mittagsrast hatte die Gruppe noch die besondere Möglichkeit, die Heilstollen von Wieliczka zu besichtigen, die normalerweise nur für Patienten zugänglich sind. Einige Monate Wartezeit müssen die Patienten in Kauf nehmen, um dann z.B. eine 15-tägige Behandlung auf Krankenschein zu erhalten. 120-140 Patienten mit Atemwegserkrankungen kommen so täglich für 6 Stunden in den Heilstollen mit Solesee in 135 m Tiefe. Leider ist dort bisher noch keine Behandlung von Hautkrankheiten möglich, aber eine Erweiterung um einen Sole-Bäderteil ist für die nächsten Jahre geplant. Immerhin gibt es seit Kurzem für besondere Heilzwecke auch 35 Übernachtungsplätze im Heilstollen, die zunehmend auch von ausländischen Patienten in Anspruch genommen werden, aber privat bezahlt werden müssen. Diese Heilbehandlungen werden bereits von einigen deutschen Krankenkassen anerkannt und erstattet.
Einige Wendländer waren sich einig, dass der Heilbereich noch erheblich ausbaubar ist und sie fragten sich, ob dies für die Nachnutzung von Gorleben eine besondere Chance bietet, zumal in den Tiefen des Gorlebener Bergwerkes statt 14-16 Grad wesentlich angenehmere Temperaturen um die 30 Grad herrschen, die für viele Heilzwecke förderlich sind. Und da es auch in Gorleben verschiedene Erkundungsebenen gibt, wäre auch hier eine Trennung von Heilbereich und einem touristischem Vergnügungsbereich gut möglich.
Dr. Arne Lucke, der als alter Krakau Kenner und Kultur Touristiker diese Tour mit Begeisterung mitgemacht hat, sieht für das Wendland durchaus touristische Potentiale in diesem Bereich. Besonders wenn später das geplante Weltkulturerbe der Rundlinge neue Touristen anzieht und durch die Verknüpfung mit einem Heil- und Erlebnisbereich in Gorleben, die Besucher zu einem mehrtägigen Aufenthalt im Wendland bewegt werden können.


Gruppenbild im Festsaal der heiligen Kinga, mit Salzmarmorboden und Salzkristall-Leuchtern.

Besucherschlangen vor dem Bergwerkseingang

Gedenkstein zur Ernennung als Weltkulturerbe (alternativ in Salz)

Bei einer mittelalterlichen Bergmanns Erlebnistour kommt Christoph Ziemann ins Schwitzen, er Transportiert sein eigens abgebautes Salz mit einem „ungarischen Hund“ zum Schacht.

Christoph Ziemann und Dieter Schaarschmidt beim Holz sägen unter Tage

Alle Fotos von Dieter Schaarschmidt (1 Foto Reiseführerin)

Niedersachsenwahl-Nachlese

Wahlnachlese Niedersachsen 20.01.2013

 

Die erschreckende Niederlage für DIE LINKE und Gedanken zur Verbesserung für die Bundestagswahl.

 

Ursachen des 3,2% Debakels:

 

Ausnahmsweise dürfte es nicht an der Zerstrittenheit der Partei oder mangelndem Wahlkampf gelegen haben. Im Gegenteil, der Wahlkampf verlief ohne größere Patzer und die Themen waren zwar von den anderen Parteien kopiert worden, aber dank des starken SPD-Einbruches durch Steinbrück, war eigentlich ein ähnlicher Schub wie beim Bundestrend zu erwarten.

Dieser wurde auch mit der letzten Umfrage der INFO GmbH richtig festgestellt, dort hatte die LINKE 6%. Doch wurde diese Prognose nicht in den Medien transportiert und die anderen Umfragen und alle Medien zementierten die LINKEN bei 3%.

Nun könnte man meinen, diese Umfragen hatten wohl doch Recht. Das ist aber nicht ganz richtig. Die 3% beschreiben die direkte Anhängerschaft der LINKEN. Es gibt aber ein erheblich größeres Potential LINKER Sympathisanten, die sich auf jeden Fall gewünscht haben, dass die LINKEN im Landtag bleiben. Diese Kernwählerschaft ist sogar höher, als bei der FDP. – Während es der FDP gelungen ist, zu vermitteln, dass es keine konservative Regierung in Niedersachsen geben wird, wenn die FDP draußen bleibt, ist bei den LINKEN in dieser Richtung wenig Erfolg zu verbuchen gewesen. Das liegt natürlich zum großen Teil daran, dass die FDP von Medien und Umfragen in die Nähe der 5% gehievt wurde und den Wählern damit die Position der Retter zugeschoben wurde, was denn auch sensationell geklappt hat.

Umgekehrt bei den LINKEN, durch die „schlechten“ Umfragewerte wurde psychologisch vermittelt, jede Stimme für die LINKE ist eine verlorene Stimme, da die LINKE ja ohnehin nicht über 5% kommt. So dass es tatsächlich zu dem schlechten prognostizierten Ergebnis kam. Ich hätte es selbst nicht geglaubt, dass wir tatsächlich so abhängig sind von der medialen Wahlpsychologie. Aber trotz vollem Einsatz der Bundesebene ist es uns nicht gelungen, diese Medienmauer zu durchbrechen. Ich finde Katja, Sahra, Oskar und alle anderen haben super Arbeit geleistet, aber gegen diese Medienpsychologie kommt keiner leicht gegen an, wie ja auch das FDP-Ergebnis belegt. Allerdings haben eben auch die 2,1 % Piraten den LINKEN gefehlt, um über die 5% Hürde zu kommen. Gemeinsam hätte es gereicht.

 

Wie hätte das Ergebnis unter diesen Bedingungen besser aussehen können?

 

Da fällt mir auch beinah nichts mehr ein, außer, dass es gut gewesen wäre früher zu vermitteln, das auch die LINKE den Wechsel will und dabei auch bereit ist Zugeständnisse zu machen. Keine inhaltlichen Zugeständnisse, aber politische. Für diesen Moment des Regierungswechsels hätte die Stimmung entstehen müssen, die LINKE wird für einen wirklichen Wechsel gebraucht. Dies hätte wie bei der FDP durch eine klare Zweitstimmenkampagne geschehen können. Im Land Niedersachsen bestand zu keinem Zeitpunkt die Gefahr, dadurch ein eigenes Direktmandat zu verlieren. Es wäre dadurch aber der Eindruck entstanden, die LINKE tut auch aktiv etwas für den Wechsel in Niedersachsen und verdient damit wenigstens die Zweitstimme. Ich weiß Stimmensplitting ist bei LINKEN, wie bei den Grünen ein Tabu-Thema. Trotzdem haben es alle als Erfolg gefeiert, dass der ehemalige Innenminister Schünemann und der ehemalige Kultusminister Althusmann mit ihrem CDU-Direktmandat auch ihren Abgeordnetenplatz im Landtag verloren haben. In beiden Fällen war dies nur durch ein Stimmensplitting möglich, weil die SPD-Gegenkandidaten es aus eigener Kraft nicht geschafft hätten. Das der Regierungswechsel in Niedersachsen beinah ausgerechnet an einem nicht ausgeglichenen CDU-Überhangmandat gescheitert wäre, macht die Lage noch pikanter, nur 300 Stimmen Vorsprung für das SPD-Direktmandat in Hildesheim haben SCHWARZ-Gelb von der erneuten Machtübernahme getrennt. Dies ist in Niedersachsen möglich, weil hier immer noch nach d`Hond ausgezählt wird, was die großen Parteien begünstigt.

Mein Rat zur Bundestagswahl ist daher:

In Bundesländern, in denen keine Aussicht auf ein Direktmandat besteht, eine Zweitstimmenkampagne zu machen und sich zumindest mit Äußerungen zum Direktmandat zurück zu halten. Dort wo Sympathien zum konkurrierenden SPD-Kandidaten bestehen, kein Splitting Verbot auszusprechen oder sogar eine Splitting-Empfehlung auszugeben, natürlich mit der Betonung auf der 2.Stimme für die LINKE.

Anti-Atom-Waffeleisen aus Österreich

die leckerste Waffe gegen den Atomstaat

Das Anti-Atom Waffeleisen

                                                                           und seine wichtigsten Daten  und Zubehör

  • Das Waffeleisen mit der Atomkraft Nein Danke Sonne besteht aus Gußeisen und ist 10,5 kg schwer zusammen mit dem Waffeleisenaufsatz.
  • Der Waffeldurchmesser beträgt 23cm , etwa doppelt so groß wie eine „Normalwaffel“
  • Das Waffeleisen kommt aus einer kleinen Gießerei in Österreich und kostet 160 € , es ist nur für den Gebrauch auf Holzöfen geeignet und ist drehbar gelagert zum Wenden.
  • Damit das Waffeleisen nicht mit Waffelteig verklebt, muss es gut heiß sein und eingefettet werden. Bewährt hat sich ein österreichisches Waffelrezept mit hohem Butteranteil. Pflanzenöl geht aber auch. (siehe Waffelrezept)
  • Als Ofen geht jede Küchenhexe mit entsprechenden Feuerungsringen. Als transportabler Ofen für Aktionen auf Demos oder in der Fußgängerzone hat sich ein kleiner „Eintopf-Ofen“ aus dem Süd-West Versandkatalog bewährt. www.sued-west.com Nr. 0615659 (für 130 €). Den Topf herausnehmen und einen Zwischenring aus Metall besorgen, damit der Waffeleisenaufsatz nicht rein fällt. Für Bastler lässt sich auch aus jeder Blechtonne leicht und billig ein Waffelofen bauen. (siehe Beispielskizze)
  • Den Bollerwagen für den mobilen Einsatz gibt es für 50 € in Baumärkten.

 

WaffelofenZeichnung

Österreichisches Waffelrezept für Anti-Atom-Waffe(l)n

 

Das größte Problem beim Waffeln backen hat man, wenn das Waffeleisen nicht heiß genug ist und der Teig anklebt. Dies kann auch bei zu geringem Fettanteil passieren, deshalb hat dieses Rezept einen so hohen Butteranteil.

 

Rezept für 20 Waffeln:

 

10 Eier

250 g Zucker

500 g Butter oder Margarine

4 Päckchen Vanillezucker

 

die Butter vorher weich oder flüssig machen, dann alles gut verrühren.

 

1 kg Mehl dazu (am Besten halb Vollkornmehl und halb feines Mehl)

1 Päckchen Backpulver

ca. 1 l Milch, nur soviel, bis der Teig recht zähflüssig vom Löffel rinnt

5 Esslöffel Rum

1 Prise Kristallsalz

 

Alles gut verrühren, fertig.

 

Oben auf die Waffeln können Puderzucker, Apfelmus, Marmeladen oder Eis oder Schokocreme gestrichen werden…

Die einfachste Art das Waffeleisen einzufetten besteht aus einem Stück Speckschwarte. Auf eine Gabel spießen und dann alle 5-10 Waffeln das heiße Waffeleisen beidseitig einreiben.

Für Rückfragen das Kontaktformular nutzen.

P.s. vegane Rezepte und Experimente auf eigene Gefahr. Das geht bestimmt, aber wenn es eine lange Schlange von hungrigen Wartenden gibt und es funktioniert nicht, ist das schwierig. Ich hatte noch keine Ruhe, um das experimentell zu erforschen.

Hier der Link zum Süd-West Eintopf-Ofen:  http://www.sued-west.com/geschirr/647/eintopf_ofen/10388/